Fotogruppe

im Kulturring Allendorf e.V.

Exkursion Tropfsteinhöhle Herbstlabyrinth

22m in der Tiefe konnten wir die bezaubernde Schönheit unser jahrmillionen alten Erde bewundern.

22m in der Tiefe konnten wir die bezaubernde Schönheit unser jahrmillionen alten Erde bewundern.

Am 13.04.2019 besuchte die Fotogruppe Allendorf die Tropfsteinhöhle „Herbstlabyrinth“ in Breitscheid in der Nähe von Herborn. Mit einer kleinen Gruppe von Fotografen stiegen wir die 125 Treppenstufen 21 m tief hinab in das 12 km lange Höhlenlabyrinth. Die Temperatur liegt konstant bei 9°, die Luftfeuchtigkeit bei 100%. Uns waren einige 100 m der Höhle zugänglich, unser Höhlenführer und ein erfahrener Höhlenfotograf wiesen uns kurz in die geologischen und historischen Fakten dieser Höhle ein. Entdeckt wurde die Höhle oder das Höhlenlabyrinth erst 1993 und ist seit 2009 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Neuartig ist das Angebot eines Workshops für Fotografen, der einer kleinen Gruppe (max. 15 Personen) mehr Zeit für die Fotografie und zum Bestaunen der illuminierten Tropfsteine und Gesteinsformationen gibt. Das Arbeiten mit einer modernen Digitalkamera in nahezu völliger Dunkelheit, das Verwenden von relativ langen Belichtungszeiten, die manuelle Fokussierung, das Herausfinden der richtigen ISO Einstellungen, sind schon Herausforderungen, die man im normalen Fotoalltag durch die vielfältigen programmierten Kamerafunktionen eher selten bewältigen muss.

In dieser Umgebung war genau das essentiell wichtig und notwendig. Am Ende waren wir sehr gespannt, wie die Ergebnisse unserer Fotoreise in den Untergrund und die vor mehreren Millionen Jahren entstandene Welt wohl aussehen werden. Wir haben in jedem Fall alle etwas dazugelernt und der Spaß bei der Sache hat auch nicht auf sich warten lassen. Die Resonanz der Teilnehmer war insgesamt sehr positiv. Die Zeit verging wie im Fluge, das ist immer ein Indiz für eine intensive Erfahrung.

Nachdem wir die 125 Treppenstufen zurück auf die Oberfläche erklommen hatten, wurden wir von dem Serviceteam mit heißem Kaffee und einem kleinen Imbiss belohnt. Uns blieb dann noch eine Weile um mit den Fotografen zu fachsimpeln.

Im Anschluss unternahmen wir einen kleinen Spaziergang an einer nahegelegenen Schlucht und konnten, nach dem wir zwei Stunden in der Dunkelheit verbracht hatten, den Sonnenschein besonders intensiv genießen. Anschließend fanden wir in Herborn, das uns mit Schnee und Graupelschauern begrüßte, ein gemütliches Cafe am Marktplatz, wo wir bei Kaffee und Kuchen gemeinsam über unsere Eindrücke plauderten.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf in unsere Heimat und waren uns alle einig, es war eine gelungene Exkursion, die wir bestimmt noch einmal wiederholen werden.

Herbstexkursion nach Lohr im Spessart

Anreise mit (Niko)Klaus

Am 13. Oktober starteten wir bei herrlichem Sonnenschein zu unserer Herbstexkursion. Unser Ziel war zunächst die Stadt Lohr am Main. Hier wollten wir mit einem Rundgang in die historische Altstadt eintauchen. Vorher haben wir uns jedoch im Cafe „Rosenkranz“ dafür mit einem Frühstück gestärkt. Der Name „Rosenkranz“ steht sicherlich im Zusammenhang mit der nahe gelegenen Pfarrkirche St. Michael die unser erstes Ziel auf dem Altstadtrundgang war. Danach ging es hinaus in die von der strahlenden Herbstsonne erhellten Altstadt.

Hier waren die im typisch fränkischen Baustil errichteten Sandsteingebäude wie auch die zahlreichen Fachwerkhäuser interessante Motive für uns. Unübersehbar war die Stadt mit 15.000 Einwohnern an diesem Samstag offenbar ein Magnet für Touristen. In den teilweise engen Altstadtgassen und auf dem Marktplatz hinderten uns die vielen Besucher daran, besonders schöne Motive zu fotografieren.

Nächstes Ziel war dann der Schlossplatz. In dem romantischen Schloss ist auch das Spessartmuseum untergebracht. Hier konnten wir erfahren, dass Lohr im Gedenken an die Märchen der Gebrüder Grimm als Schneewittchen Stadt bekannt ist. An der Schlossmauer befindet sich die Schneewittchensilouhette aus Stahl und auch sonst stößt man in der Stadt immer wieder auf dieses Thema wie z. B. die Pension 7 Zwerge oder eine Schneewittchenfigur auf einer Parkbank.
Anschließend führte uns der Weg über die alte Mainbrücke an den Main. Bei einer Temperatur von 26° war hier der Herbst nur an der Färbung des Laubs an den Bäumen zu erkennen.

Von Lohr sind wir dann weitergefahren um uns den herbstlichen Buchenwald im Spessart anzusehen. Die Räuber vom Spessart sind uns zum Glück nicht begegnet. Unser Ziel war das Buchental und dort das idyllisch im Wald gelegene Kloster „Maria Buchen“. Die aus rotem Sandstein bestehende Klosterkirche ist der bekannteste Wallfahrtsort im Spessart. Und natürlich gehört zu einer solchen Klosteranlage auch ein Gasthof um für das leibliche Wohl der Wanderer zu sorgen. Ein Wallfahrtsort für Leib und Seele. Zunächst wollten wir hier natürlich einen Fotospaziergang durch den herrlichen Herbstwald machen. Der im Tal Grund gelegene Wanderweg wurde von der Sonne angestrahlt und wir waren froh, dass es hier unten etwas kühler war als vorher oben in Lohr. Nun war aber die Zeit für das verspätete Mittagessen gekommen. Im „Buchenstüble“ direkt neben der Klosterkirche ließen wir uns das Essen schmecken und hatten nebenbei noch das Vergnügen, mit Livemusik einer gerade anwesenden Hochzeitsgesellschaft unterhalten zu werden. In geselliger Runde sind wir hier noch zusammen geblieben um dann am Abend die Heimreise anzutreten.

Hier einige Eindrücke von unserer bezaubernden Reise:

Geo-Naturpark im „Frau Holle Land“

Möhnblüte / 30 Jahre Fotogruppe

Mohnblüte / 30 Jahre Fotogruppe

Anlass für diese fotografische Exkursion in den Geo-Naturpark im „Frau Holle Land“ war das 30 jährige Bestehen der Fotogruppe Allendorf, die eine Abteilung des Kultrurrings ist. Im Jahre 1988 schlossen sich einige interessierte Hobbyfotografen auf die Initiative von Gottfried Römer aus Allendorf zusammen, um gemeinsam ihrem Hobby nachzugehen und natürlich auch ihre fototechnischen Kenntnisse und Talente weiter zu entwickeln.

 
Auch zu Zeiten der analogen Fotografie war es notwendig, sich mit der fortschreitenden Technik zu befassen um optimale Bilder auf den Film zu bannen. Schon im Jahre 1990 machte die Fotogruppe mit einer Bilderausstellung im Allendorfer Rathaus auf sich aufmerksam. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Ausstellungen zu bestimmten Themen in Allendorf gezeigt.

Hervor zu heben ist die Ausstellung zum Thema „ Geld“ im Jahre 1997 die in der Sparkasse in Allendorf und in der Hauptstelle der damaligen Volksbank Gießen gezeigt wurde. Die Bilddarstellungen drehten sich um sprichwörtliche Bezeichnungen für Geld wie zum Beispiel „Kohle“ oder „Geld aus dem Fenster werfen“. Auch in der Berichterstattung der Gießener Tageszeitungen wurde diese Ausstellung besonders hervorgehoben.

Großen Anklang fanden die „Allendorfer Kalender“ über viele Jahre bei der Bevölkerung. Steigende Herstellungskosten für hochwertige Kalender und die Überschwemmung des Kalendermarktes mit Billigprodukten, führten leider dazu, dass die Produktion im Jahre 2013 eingestellt werden musste.

Nach der Jahrtausendwende kam es im Bereich der Fotografie zu einer Wende hin zur Digitalfotografie. Bereits im Jahre 2002 hielt diese Technik bei der Fotogruppe Einzug. Und in Folge dieser Digitalisierung waren digitale Bildbearbeitung und die Produktion von digitalen Foto- und Videoshows eine neue Herausforderung für die Gruppe. Mit der Teilnahme an verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen gelang es, sich schnell mit diesen Techniken vertraut zu machen. Die Gruppe besteht inzwischen aus acht Mitgliedern. Regelmäßige Treffen, verschiedene Exkursionen und die Präsentation eigener Bilder im Rahmen der Nikelsmarkt-Ausstellung in Allendorf gehören zur praktischen Arbeit der Fotogruppe.

Ziel der jüngsten Exkursion war der Besuch der Mohnblüte in den Orten Germerode und Grandenborn im Geo-Naturpark „Frau Holle Land“. Fotografieren in den frühen Morgenstunden war hier angesagt, um die günstigen Lichtverhältnisse auszunutzen. Bei herrlichem Licht boten sich den Fotografen interessante Motive in dem Meer von rosa Mohnblüten. Anschließend konnten die Teilnehmer auf dem Hohen Meißner bei klarer Sicht einen wunderbaren Fernblick auf Nordhessen und Thüringen mit der Kamera festhalten. Zum Abschluss stand noch ein Fotospaziergang durch die alte Fachwerkstadt Bad Sooden-Allendorf auf dem Programm.

 

1 2 3 10